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HF1BKM > MEINUNG  13.04.06 06:47l 146 Lines 8343 Bytes #999 (999) @ DL
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Subj: 1/4 Steckdosen-AFUs u. CB-Regulierung
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Teil 1/4

Wolfgang Fricke kommentierte im DCBO-Forum am 06.04.2006, 7:32:

Zitat:
----------
RE: Mit Futter gelockt: Komentar zu "Flaschen u. Schnarcher "

"Formalkramforderer" schrieb zu den liebenswerten Aeusserungen von Franz
Hornauer u.a.:

>Dennoch,bei richtigem lesen, und das koennen hier in dem Brett die
>wenigsten, muss man ihm auch zugestehen das er in Technischen Dingen nicht
>Unrecht hat. Das mit der Sender Strahlungsleistung z.B. Ich halte es fuer
>Fatal was da gemacht wird.

Naja, Franz Hornauer gibt weitgehend theoretische Lehrbuch-Abhandlungen
wieder, die nicht unbedingt Bezug zur Praxis haben muessen. Praktikern duerfte
bekannt sein, dass sich z.B. der tatsaechliche Gewinn einer (in realer
Umgebung aufgebauten) Antenne, der zur Bestimmung des ERP-Wertes
erforderlich ist, nicht durch Angaben aus Lehrbuechern oder gar
Hersteller-Prospekten ermitteln laesst, sondern nur durch aufwaendige, in der
Praxis kaum realisierbare Messungen direkt vor Ort.
------------
Zitatende

Als "liebenswert" wuerde ich nun meine Aeusserungen nicht bewerten. So waren
die auch keinesfalls gedacht. Viel zuviel Zeit und Geld habe ich in die
Verbandsarbeit der DFA investiert, welche durch kontraproduktive
Blender zum Nachteil fuer alle CB-Funker, die die DFA vertreten will,
missbraucht wird. Da muss es schon gestattet sein, auf die eigentlichen
Gefahren und Sachverhalte korrigierenden Einfluss zu nehmen. Es geht naemlich
nicht so sehr um mich als Person - was schon von Presse-Quacksalbern und
Dampfplauderern wegen der vielen "ichs" in meinen Texten und auch nur
deshalb kritisiert wird - sondern um elementare Rechte aller CB-Funker, die
diesen bisher gewaehrt waren, aber durch ungeeignete Regulierung der
Strahlungsleistung kuenftig entzogen werden. Genau fuer einen solchen Entzug
gibt es nicht einen einzigen, nachvollziehbaren Grund. Leider war exact ich
die letzten fuenf Jahre die einzige Person, die immer und immer wieder auf
diese Gefahren bei der neuen Regulierung deutlich hingewiesen hatte.

Steckdosenfunkamateure wie Franz Ahne, Alexander Eisele, Wolfgang Fricke
oder auch Mathias Czaja haben es die ganze Zeit ueber schlicht versaeumt,
ihren Einfluss mit der erforderlichen Macht und der sachgerechten Aufklaerung
der breiten CB-Oeffentlichkeit durch die jeweils freiwillig uebernommenen
Aktivierungen (als Presse, als Vertreter) geltend zu machen.

Ich gebe weitgehend theoretische Lehrbuch-Abhandlungen wieder? Woher will
das denn ausgerechnet der Steckdosenfunkamateur Wolfgang Fricke wissen oder
wirklich zutreffend beurteilen koennen? Der Mann kennt weder meine
technische Ausbildung, noch meinen beruflichen Werdegang.

Wenn Fricke jemals soviele vorausgegangene Funkfelddaempfungsberechnungen
(egal, ob im GHz-Bereich oder bei 27 MHz) wie ich (schon seit 26 Jahren sie
mache) gemacht haben wird, die er anschliessend messtechnisch nachgeprueft
haben wird, dann darf er sich gerne nochmal zu diesem Thema aeussern.
Hochinteressant ist, wenn ein Theoretiker wie Fricke einem Praktiker dessen
eigene, langjaehrige berufliche Erfahrungen erklaeren bzw. schlechtreden will.
Da gibts immer was zum Schmunzeln.

Die Messungen seien aufwaendig, in der Praxis kaum realisierbar? Das mag
zweifelsfrei fuer die die CB-Funker stets klein halten wollenden, sich
speziell im CB-Bereich grossartig herausstellenden Steckdosenfunkamateure,
zu denen ich speziell Ahne, Eisele, Fricke - aber auch Czaja und etliche
andere, die mir im Laufe meines Funkerlebens durch viel Klugscheisserei
negativ aufgefallen sind, zutreffen. Denn solche Leute haben ueberwiegend
keine fundierte elektrotechnische Ausbildung und koennen daher nicht
annaehernd ausreichend genau die verschiedenen Einflussgroessen sachgerecht bei
solchen Messungen bewerten. Die machen bei der Bedienung der
Referenzantennen, den Messgeraeten, bei den Einflussgroessen durch Bebauung und
zwingend zu beruecksichtigenden, im Nahfeld der Antennen wirkenden elektrisch
leitfaehigen Gebilden und in der Folge logischerweise beim Eingrenzen von
Fehlerquellen schon zuviele Fehler. Da gilt nur allzuschnell das alte
Messtechnikersprichwort: Wer misst, misst Mist.

Wolfgang Fricke scheint es auch noch nicht aufgefallen zu sein, dass ich
mich seltenst auf theoretische Abhandlungen alleine beziehe, sondern viel
mehr auf praktische Gegebenheiten. Dennoch: Die "Antennenbibel" (Rothammel)
ist wohl zweifellos von Fachleuten (hiermit sind von mir nicht die
Steckdosenfunkamateure gemeint) anerkannt. Ich denke, wenn im Rothammel
fuer eine Lambda5/8tel (mit nicht verkuerzten Lambda/4tel Gegengewichten) ein
Antennengewinn von 8,19 dBi (unter den dort gezeigten
Aufbaubedingungen) angegeben ist, dass dann bei etwas kuerzeren
Radialen, aber ansonsten wirklich einer vollwertigen Lambda5/8tel Antenne
(wie z.B. Super 8 von Pan) der vom Hersteller angegebene Antennengewinn mit
7,5 dBi sehr nahe an der Realitaet sein wird. Im Einzelfall ist das jedoch
vom nahen Umfeld der Antenne umsomehr abhaengig, je mehr leitfaehige Gebilde
sich im Nahfeld der Antenne befinden. Bei fachgerechtem Aufbau der Antenne
(mindestens 11 m ueber Grund, keinerlei Hindernisse im reaktiven Nahfeld,
freie Abstrahlung auch ueber benachbarte Gebaeude hinweg) wird die von mir
bezeichnete Antenne ihren angegebenen Gewinn immer erreichen. Meine, vor 18
Jahren errichtete Antenne (Super 8) tut das immer noch.

Meine Messungen in der Praxis haben im Vergleich zu einer vorher am exact
gleichen Antennenstandort betriebenen, korrekt angepassten
Lambda-Halbe-Antenne mit einer ebenso korrekt angepassten 5/8tel teilweise um
gut 10 dB hoehere Empfangspegel in Entfernungen groesser 15 km Luftlinie bei
optischer Sicht zur Sendeantenne - aber durch die Reflektionsbedingungen im
naeheren Fernfeld des Empfangsortes (bedingt durch die flachere Abstrahlung
der 5/8tel) - ergeben. Dabei wurde die Regelspannung (an welcher das S-Meter
haengt) des immer gleichen Funkgeraetes mit dem Digitalvoltmeter vermessen und
spaeter am Funkmessplatz die dazugehoerige HF-Eingangsspannung ermittelt. Der
Gesamtmessfehler betrug maximal 6 dB. An allen 5 Vergleichsstandorten, die
in verschiedene Richtungen rund um die Sendestation lagen, wurde aber bei
der 5/8tel jedesmal mehr als 3 dB Empfangspegelerhoehung festgestellt.

Meine Standardaussage war und ist daher weiterhin, dass eine 5/8tel im
Vergleich mit einer 1/2-Lambda Antenne gut 3 dB mehr Antennengewinn
auf alle Faelle bringt.

Sinnloses Gequatsche um den Wert nach der dritten Nachkommastelle machen
meist nur reine Theoretiker - allen voran die von mir als
Steckdosenamateure bezeichneten Funkamateure - selbst dann
noch, wenn vor dem Komma schon eine mehrstellige Zahl steht. Beispiel:
Eisele bei seinem Erklaerungsversuch, dass die Erhoehung der Sendeleistung im
CB-Funk von 4 Watt auf 15 Watt nichts bringt. Diesen Aufsatz von Eisele habe
ich ebenfalls kritisch beleuchtet. Und er ist auch trotz Protest von Eisele
mit falschem Bezug auf das Urheberrecht immer noch auf meiner Homepage
(http://www.funktechnik-hornauer.de) veroeffentlicht.

Zitat:
----------
Das wissen wohl zumindest auch die Techniker in der BNetzA. Deshalb ist in
der CB-Allgemeinzuteilung auch der Passus enthalten, dass die BNetzA bei
einer Geraeteausgangsleistung von 4 Watt und der Verwendung einer
rundstrahlenden Antenne praktisch davon ausgeht, dass die 4-Watt-ERP-Grenze
nicht ueberschritten wird.
----------
Zitatende

Die "Techniker" der BNetzA, welche ich bislang kennenlernen durfte (waren im
Laufe der Zeit doch einige), waren zwar ausnahmslos alle Lizenzinhaber der
"grossen" Amateurfunklizenz. Der Grossteil jedoch war vom Ausbildungsstand her
gerade mal Funkelektroniker. Diese "Techniker" werden aufs "Fussvolk", also
die CB-Funker losgelassen, weil die Kontrollierten dieser Klasse regelmaessig
ueber ein noch mangelhafteres technisches Fach- sowie Rechtswissen verfuegen,
als die Kontrolleure der BNetzA. Der Unterschied zu den "Technikern der
BNetzA" ist, dass die CB-Funker ueber gar kein Fachwissen in Sachen
Elektrotechnik oder gar Hochfrequenztechnik verfuegen muessen. Alleine
deshalb sollten schon unnuetze Vorschriften wie die technische Regulierung
der Strahlungsleistung fuer den CB-Funk ersatzlos entfallen. Oder aber
wirklich grosszuegig dimensioniert als Strahlungsleistung - eben mit
mindestens 100 Watt ERP - benannt werden.

weiter in Teil 2/4



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