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HF1BKM > MEINUNG  13.01.10 22:10l 163 Lines 9684 Bytes #999 (999) @ DL
BID : DK1NB1BKM_17
Read: HF1BKM HF1MBL BL1AIB L66BPH MZ1AIB KW1BKM DAF999 OW1BKM ES1FAI DQA334
Read: BL1MBL IN1BKM RN1NMB
Subj: DFA unfaehig 1/3
Path: NB1BKM
Sent: 100113/2010z @:NB1BKM.#RO.OBB.BAY.DEU.BCMNET [JN57XV] OBCM1.05_bn3 LT:999
From: HF1BKM @ NB1BKM.#RO.OBB.BAY.DEU.BCMNET (Franz)
To:   MEINUNG @ DL
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Im von mir betriebenen Funk-Mitsprache-Forum hatte ich am 09.01.2010 um
03:49 Uhr den nachfolgenden Kommentar wegen der seit meinem Ausscheiden 
aus der DFA nun schon mehrfach unter Beweis gestellten Unfaehigkeit des
DFA-Vorstandes, sinnvolle Forderungen der CB-Funker gegenueber Politik und
Verwaltung zu buendeln und auch aktiv zu unterstuetzen.

So beweist sich erneut der Einfluss eines Funkamateures als stark
kontraproduktiv - nur wegen dessen aus mangelndem technischen
Sachverstand heraus resultierenden persoenlichen Meinung.

Im Laufe des 09.01.2010 hatte sich dann auch die Redaktion von CB-Radio
diesem Thema gewidmet und etwas spaeter auch der den Vertretungsbetruegern
um Loechter stets unterstuetzend zuarbeitende Wolfgang Fricke mit seinem
FM-Funkmagazin. Dieses Interesse nun hat mich wiederum dazu veranlasst, die
Paradeleistung im negativem Vertretungssinne der Deutschen Funk Allianz auch
den CB-PR-Freunden darzustellen. Im FMF hatte ich kommentiert:

Verfasst am: 09.01.2010, 03:49    Titel: Unfaehigkeit des DFA-Vorstandes
und seines Technik-Beraters 

Nun ist nicht nur die Unfaehigkeit des gesamten DFA-Vorstandes, sondern auch
seines Technik-Beraters ein weiteres male beweisfaehig vorgetragen worden.

Auf den Internetseiten der Deutschen Funk-Allianz (DFA e.V.) wird derzeit
wieder einmal ohne ueberhaupt die Meinung der einzelnen Verbandsmitglieder
zum Thema eingeholt zu haben, die Interpretation eines einzelnen Funkamateurs
mit Namen Matthias Czaya einfach als Verbandsstandpunkt uebernommen und der
Oeffentlichkeit praesentiert. Und ein weiteres mal zeigt sich, dass 
Obrigkeitshoerigkeit, gepaart mit mangelhaftem technischen Wissen in
Verbindung mit Wichtigtuerei dem eigentlichen Ansinnen des Grossteiles aller
CB-Funker sicherlich nicht entspricht. Wenn dann der komplette DFA-Vorstand
eine solche Stellungnahme auch noch veroeffentlichen laesst, ist dessen
Qualifikation fuer das uebernommene Amt beweisfaehig in Frage gestellt.

So ist es folglich wieder einmal vonnoeten, dass ich meine Ansichten zu diesem
Thema (gerade weil ich die DFA auch von innen kenne) hier kommentierend
einbringe.


>05.01.2010 "Deutsche Funk-Allianz (DFA) e.V." sieht 12 Watt (PEP) fuer den
>CB-Funk skeptisch

Die DFA insgesamt sicherlich nicht, weil der Grossteil der derzeitigen
Mitglieder der DFA nicht den zu einer Beurteilung der Sachlage erforderlichen
technischen Wissenshintergrund hat. Und derjenige, der fuer die DFA hier sich
in Position brachte, hat mir gegenueber auch schon mehrfach bewiesen, dass
noch dringender Aktualisierungsbedarf seines Wissensstandes bei technischen
Grundsaetzlichkeiten wie z.B. dem Aufbau von Antennenfeldern vonnoeten ist.
Aber gegenueber technischen Laien kann man als Funkamateur leicht wirres Zeug
zum Besten geben - die merken es ohnehin nicht.

>Kassel (HaWe/ Ho) *
>Die "Deutsche Funk-Allianz (DFA) e.V." sieht den Vorstoss der Arbeitsgruppe
>Frequenzmanagement in der CEPT fuer den CB-Funk europaweit eine Sendeleistung
>von 12 Watt (PEP) fuer SSB-Modulation !: Single Side Band (Einzelseitenband).
>SSB ist eine Modulationsart, bei der entweder das obere Seitenband (USB) oder
>das untere Seitenband (LSB) herausgefiltert wird. Im Gegensatz zu AM wird bei
>SSB nur ein Seitenband uebertragen. Dies hat zur Folge, dass man das andere
>Seitenband nicht verstaerken muss und deswegen mehr Leistung fuer das
>verbleibende Seitenband genutzt werden kann. SSB - Single-Side-Band -
>Sendeart J3E = Einseitenband mit unterdruecktem Traeger - 4 Watt Sendeleistung
>fuer den Bereich der BRD als aeusserst skeptisch an.
>
>Mathias Czaya, Beirat fuer Recht und Technik in der DFA und "Second Vice
>President" der Citizen's Band Federation (ECBF)", sieht, neben juristischen
>Fragen, noch weitere zukuenftige Problematiken:
>- SSB ist nicht fuer den Betrieb in Kraftfahrzeugen sinnvoll, da staendig 
>ueber den Clarifier "nachgeregelt" werden muss, was die Aufmerksamkeit des
>Fahrers erfordert.

Das ist Bloedsinn. Die heutigen Funkgeraete sind alle PLL-gesteuert und wandern
auch bei Temperaturschwankungen von 10 Grad Celsius nur unwesentlich von ihrer
Sendefrequenz ab. Somit muss man auch nicht staendig, wie das frueher bei
freischwingenden Oszillatoren oft der Fall war, staendig am Clarifier beim 
SSB-Betrieb nachregeln. Ausserdem bedienen erfahrene Funker ihr Funkgeraet auch
voellig blind, ohne ueberhaupt auf das Geraet sehen zu muessen. Wer als Verband
der CB-Funker solche Dinge ueberhaupt erst zur Sprache bringt und damit sich
von einem Funkamateur die eigenen Moeglichkeiten von Verbesserungen fuer alle
CB-Funker schlechtredet, der kann nicht alle Tassen im Schrank haben.

>Die Unfallgefahr ist zu gross, zudem die Versicherungen im Falle eines
>Unfalles mindestens eine Teilschuld annehmen. Der CB-Funkbetrieb koennte
>daher, ebenso wie der Handybetrieb, untersagt werden sowie ggf. unter
>Geldstrafe gestellt werden. Wenn CB-Funkgeraete in KFZ nur noch auf den
>Parkplaetzen betrieben werden koennen - nicht aber waehrend der Fahrt - 
>stellt dieses das Ende des mobilen CB-Funks dar. Somit waere Dieter Loechter,
>sowie alle, welche eine hoehere Leistung im CB-Funk unter diesen
>Vorraussetzungen fordern, als "Totengraeber des mobilen CB-Funks" zu
>bezeichnen.

Wenn der Mensch spinnt, dann gibt er Zeichen. Gell Herr Czaya! Und der letzte
Absatz war gerade ein deutliches Zeichen. Diesem dummen Geschwaetz nach duerfte
kein Fahrzeuglenker mehr waehrend der Fahrt Radio hoeren, das Navi bedienen,
die Fahrzeuglueftung bedienen, mit der Beifahrerin sprechen, im Auto rauchen
usw. Man kann alles uebertreiben.

>- Es ist zudem keinesfalls als sicher anzunehmen, dass die Internet-
>Rueckkanaele in Richtung der Kabel-Internet-Provider genuegend gegen
>Stoersignale geschuetzt sind, da sich die Daten-Rueckkanaele im Bereich des
>CB-Funkbandes befinden. Auch die EU siedelt den Verbraucherschutz in Internet
>hoch an und beschloss die Gruendung der "GEREK" am 22.11.2009 an
>(siehe Amtsblatt der EU vom 10.12.2009: 
>http://europa.eu/rapid/pressReleasesAction.do?reference=IP/09/1966&format=
>HTML&aged=0&language=DE&guiLanguage=en ).

Gerade fuer die Fernsehverkabelung gibt es schon lange scharfe technische
Vorschriften, was das Schirmungsmass usw. angeht. Vielleicht sind derlei Dinge
am Herrn Czaya nur spurlos voruebergegangen? Ausserdem kann es ganz gewiss
nicht das Problem der DFA sein, wenn einzelne Fernsehantennen - bzw.
-Kabelanlagen nicht den aktuellen technischen Vorschriften entsprechen. Wenn
hier Stoerungen verursacht werden, dann machen sicherlich die popeligen 5 dB
mehr Pegel das Kraut nicht fett. Aber Czaya erweist sich in konsequenter
Fortfuehrung seiner Lernresistenz als inkompatibel mit einem Verbandsvertreter
fuer die Ziele der CB-Funker.

>- Es besteht ausserdem die Gefahr einer Stoerung ueber die HF-Eingaenge der
>Unterhaltungsgeraete wie Videorecorder, TV-Empfaenger, Pay-TV-Decoder usw. .

Ach, Herr Funkamateur Czaya: Diese Gefahr besteht auch bei 500 Milliwatt in AM.
Aber auch Rundfunkgeraete und Fernsehgeraete unterliegen aktuellen
Stoerstrahlungsnormen, sonst bekommen die naemlich kein CE-Zeichen. Und wenn
sich im praktischen Betrieb herausstellt, dass Stoerungen durch z.B. 12 Watt
SSB-Funker vorhanden sind, dann wird sicherlich auch die Einhaltung der
entsprechenden Normen bei den Empfangsgeraeten ueberprueft. Und wenn natuerlich
Murkser z.B. Koaxialkabel mit Luesterklemmen verbinden oder mehrere
Antennenableitungen ohne Splitter einfach parallelschalten, dann nuetzen auch
technische Vorschriften wenig. Da wird immer im Einzelfall die Anlage zu
begutachten sein. Ich hab jedenfalls in der Vergangenheit genuegend Murks, den
"Fachleute" (Meisterbetriebe) verbrochen haben, schon gesehen und behoben.

>In dem "TR 102626"-Papier der ETSI werden diese Bildstoerungen erwaehnt, sie
>werden jedoch "schoen geredet".

Demzufolge muesste man - um des Funkamateurs Czaya Sorgen zu minimieren - auch
den Funkamateuren nur eine maximale Sendeleistung von 4 Watt bei SSB zugestehen
oder wie? Wie verblendet muss man als Funkamateur eigentlich sein, um bei CB-
Frequenzen 12 Watt SSB Huellkurvenspitzenleistung als potentielle Stoergefahr
zu sehen, aber in allen Amateurfunk-Kurzwellenbaendern einschliesslich dem den
CB-Funkern benachbarten 10-Meter Band bei 28 MHz ueber 100 Watt SSB ohne
Probleme betreiben zu wollen?

>Aus dem Amateurfunk ist bekannt, dass durch die abgestrahlten Funksignale
>durchaus auch Unterhaltungseletronische Geraete massiv beeinflusst werden
>koennen. Dieses waere hier auch zu befuerchten.
>Ebenso koennen Stoerungen in Video-Ueberwachungsanlagen (z.B. Videouebertra-
>gungen von der Haustuere durch eine ungeschirmte Zweidrahtuebertragung) oder
>auch bei Audioanlagen (Stereoanlagen) auftreten.

Natuerlich koennen die auftreten. Wie ich einige Zeilen weiter oben geschrieben
hatte, auch schon bei deutlich kleineren Leistungen als 1 Watt. Aber wenn
solche Stoerungen auftreten, ist meist die Viedoueberwachungsanlage oder die
Audioanlage nicht den Stoerstrahlvorschriften entsprechend gefertigt bzw.
betrieben. Man kann doch als Vertreter eines Funkverbandes nicht das
Konsumergeraffel, welches nicht mal den minimalsten technischen Vorschriften
entspricht, als Referenz fuer seine Stoerbeeinflussungsbefuerchtungen benennen
um ja das gewuenschte Ziel der allermeisten CB-Funker zu behindern, von
laecherlichen 4 Watt SSB auf 12 Watt SSB gehen zu duerfen. Wie naiv ist denn
Mathias Czaya heute immer noch, nachdem mehr als nur 50% aller CB-funkenden
LKW-Fahrer schon seit mehr als 20 Jahren regelmaessig mit Sendeleistungsver-
staekern mit 30 Watt und mehr werkeln und dennoch kaum Stoerungen bekannt
geworden sind?

weiter im Teil 2/3


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