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HF1BKM > MEINUNG 09.09.03 02:18l 449 Lines 24584 Bytes #999 (999) @ DL
BID : 9D9NB1BKM_01
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Subj: Gefaehrlichkeit GSM-Netzstrahlung ...
Path: NB1BKM
Sent: 030909/0018z @:NB1BKM.#RO.OBB.BAY.DEU.BCMNET [Bruckm. JN57XV] OPENBCM1.04
From: HF1BKM @ NB1BKM.#RO.OBB.BAY.DEU.BCMNET (Franz)
To: MEINUNG @ DL
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Hallo Funkerkollegen,
so langsam steigert sich die Mobilfunkgegnerschaft gegenseitig
eskalierend in Dinge hinein, die bei mir immer schon ein
Kopfschuetteln bewirkt hatten:
>Schutzzaun gegen Mobilfunk-Strahlung
Und dummerweise sind auch wir CB-Funker von solchem Unsinn mehr
und mehr betroffen, weil von der Presse durch das falsch gewaehlte
Wort "Mobilfunk" automatisch auch alle anderen Funker bei der
wegen der Pulsung separat zu betrachtenden GSM-Netz-Situation mit
eingeschlossen werden.
>Die Angst vor der vermeintlich gesundheitsschaedlichen Strahlung
>von Mobilfunkmasten treibt Buerger in Bayern zu ungewoehnlichen
>Massnahmen.
Ich betreibe auch gelegentlich einen Mobilfunkmasten - naemlich
standmobil in der Naehe meines Autos. Dennoch sende ich da nur
auf CB-Frequenzen und werde aber von so manchen "vorbelasteten"
Zeitgenossen auf die Gefaehrlichkeit der weder sichtbaren, noch
hoerbaren und auch nicht anders direkt vom Menschen fuehlbaren
CB-Hochfrequenzstrahlung angesprochen.
Woher kommt diese Angst? Das ist wohl die allererste Frage, die
man dazu stellen muss. Meine (Teil)-Antwort darauf: Von der
staendigen Verunsicherung der Leute, wenn Aussagen aus den
diversen Studien auf Schlagworte verkuerzt werden und dabei
vom Ersteller der Studien oftmals deren Abhaengigkeit vom
Auftraggeber durchscheint und bei den Studien elementare Fehler
begangen wurden. Bei vielen verwirrenden Aussagen
bleibt immer irgendein negatives Schlagwort haengen. Mit jeder Diskussion
zu diesem Thema seitens der Mobilfunkgegner wird sich gegenseitig
mit zum Teil absolut laecherlichen Argumentationen in die Sache
hineingesteigert, dass man als einigermassen vorbelasteter und
jahrelang mit dieser Thematik beruflich befasster Elektrotechniker
Schmerzen vom Kopfschuetteln bekommt.
Ich selbst war erst letztes Jahr bei unserer Nachbargemeinde ein
paarmal bei solchen Versammlungen. Jedesmal hatte ich den verantwortlichen
Gemeindepolitikern vorhergesagt, was die Telekommunikationsunternehmen
bei der Standortwahl dann tatsaechlich verwenden werden. Und prompt
geschah es dann auch jedesmal exact so. Und diese Entscheidung war
gerade vom Aspekt des Gesundheitsschutzes her auch jedesmal richtig.
> So baute sich Josef Schmitt aus dem oberfraenkischen
>Weilersbach im Landkreis Forchheim einen neun Meter hohen und
>24 Meter breiten Zaun aus zwei versetzt angebrachten Lagen
>"Hasendraht" in seinen Garten, um sich vor der Strahlung eines
>100 Meter entfernten Sendemastes zu schuetzen.
Das wollen wir doch gleich einmal technisch beleuchten.
Ich gehe jetzt fuer meine Betrachtung von Extremwerten aus. Das
bedeutet, ich setze bei der Basisstation die maximal erlaubte
Strahlungsleistung (nach meiner Erinnerung irgendwas um die
gut 80 Watt ERP) von 100 Watt ERP ein. Die Funkwellen sind
direkt an den Antennendipolen der Richtantennengruppen, die hinter
einem Radom wettergeschuetzt montiert sind und beim D-Netz
(um 900 MHz) eine Wellenlaenge um die 33 cm haben, bezueglich
ihres elektrischen und magnetischen Feldes noch nicht in einer
festen Phasenbeziehung. Im reaktiven Nahfeld (bis Abstand Lambda/2*Pi)
oder umgerechnet knapp 5,5 cm vom Dipol entfernt darf deshalb
noch nicht mit Fernfelddaempfungsformeln gerechnet werden. Der Begriff
Nahfeld bezeichnet in diesem Zusammenhang den Abstand vom Antennenstrahler,
der je nach Frequenz (bei tieferen Frequenzen groesser, bei hoeheren
kleiner) zwischen Lambda/2*Pi und 4*Lambda (im sehr langwelligen
Wellenbereich) liegen kann.
Die Nahfelddaempfung betraegt 32,5 dB. Fuer uns bei 900 MHz koennte
ich bei genuegender Genauigkeit direkt nach dem reaktiven Nahfeld
(also nach Lambda/2*Pi) mit Fernfelddaempfungsformeln rechnen. Ich
rechne aber zur sichereren Seite hin, und gehe erst ab 2 Lambda,
im Falle des D-Netzes also von rund 70 cm davon aus, dass diese
32,5 dB Nahfelddaempfung erreicht werden.
Die Freiraumdaempfungsformel setzt sich zusammen aus der
Nahfelddaempfung=32,5 dB, einer entfernungsabhaengigen und einer
frequenzabhaengigen Komponente.
Somit lautet die Formel fuer die Freiraumdaempfung so:
a=Daempfung in DeziBel (dB)
f=Frequenz in MHz
d=Abstand in Kilometern
a=32,5dB + 20*log(d) + 20*log(f)
Der geuebte Praktiker rechnet das Ganze einfach im Kopf:
Bis zu einer Entfernung von rund 70 cm in Hauptstrahlrichtung der
Antenne betraegt die Freiraumdaempfung 32,5 dB. Bei jeder Abstandsverdoppelung
kommen zusaetzliche 6 dB Felddaempfung hinzu, solange sich kein
elektrisches Hindernis im Uebertragungsweg befindet, also optische
Sicht zur Antenne herrscht. Also: Bei 1,4 m sinds dann 38,5 dB, das halbe
dB schenk ich mir jetzt und rechne 38 dB Daempfung, bei 2,8m sinds
44 dB, bei 5,5m dann 50 dB, bei 11m 56 dB, bei 22m 62 dB, bei 44m
68 dB, bei 88 m sinds dann 74 dB Freiraumdaempfung.
Von einer Strahlungsleistung von 100 Watt ERP ausgehend, wirken also im
Abstand von 88m noch:
100 Watt sind umgerechnet 50 dBm (Bezugspegel 1 Milliwatt) minus der
74 dB Freiraumdaempfung ergibt maximal am Empfangsort unter der Bedingung
der Leistungsanpassung (die der Mensch sicherlich nicht erfuellen kann, da
seine Hautflaechen wohl kaum den Freiraumwellenwiderstand von 374 Ohm hat)
eine maximal moegliche Empfangsleistung an einem einfachen Dipol von
50 dBm-74 dB= - 24 dBm. Diese Empfangleistung koennte man einem angepassten
Dipol fuer die 900 MHz entnehmen. - 24 dBm ist umgerechnet eine
Empfangsleistung von etwa 4 Mikrowatt.
Der Dipol fuer 900 MHz muesste dabei zwei Schenkellaengen von je Lamda/4tel,
berichtigt um den Verkuerzungsfaktor, der von der Dicke der Dipolelemente
abhaengig ist, haben. Also irgendwas um die 8 cm je Schenkel.
Hierzu im Vergleich: Ein D-Netz-Handy kann mit der kleinstmoeglichen
Sendeleistung von 3 Milliwatt betrieben werden (also in etwa 30 dB
mehr Pegel), was durch die Basisstation per Steuersignal eingestellt wird.
Das Handy befindet sich ausserdem direkt am Kopf, wodurch die
Nahfelddaempfung bei der Belastungsbetrachtung nicht hinzugerechnet
werden darf. Allerhoechstens Bruchteile davon, je nach Bauart des Handys und
des daraus resultierenden Abstandes zum Kopf.
30 dB sind bereits ein Leistungsverhaeltnis von 1 zu 1000! 33 dB waeren
ein Leistungsverhaeltnis von 1 zu 2000.
Das Handy kann abhaengig vom Empfangssignal bei der Basisstation maximal
auf 2 Watt hochgesteuert werden.
Ich hoffe nur, dass Herr Schmitt selbst kein Handy besitzt und auch in
seiner Familie keiner eines benutzt. Denn durch den "Hasendraht" im
Signalweg zur Basisstation fuegt er zusaetzlich elektrisch gesehen
eine Hindernisdaempfung ein. Nehmen wir einfach mal empirisch an,
diese Hindernisdaempfung wuerde 30 dB betragen, also die Strahlungsleistung
hinter dem "Hasenzaun" aus der Sicht der Basisstaion ein Tausendstel
derjenigen vor dem "Hasenzaun" betragen. Damit wuerde auch
der Empfangspegel von der Basisstation um diese 30 dB fallen. Die
vorher berechneten 4 Mikrowatt wuerden dann auf 4 Nanowatt reduziert.
Oder aber die Funkfelddaempfung wuerde nun bereits 104 dB betragen.
Rechnen wir das auf eine dem entsprechende Entfernung ohne Hindernis-
daempfung um: 30 dB = 5*6 dB, also auch fuenfmal die Verdoppelung
der 88m (176, 352, 704, 1,4 km, 2,8 km). Der "Hasendrahtzaun" hat also
die gleiche Wirkung, als wenn der Handynutzer 2,8 km unter der
Voraussetzung der optischen Sicht zur Basisstationsantenne von
Letzterer entfernt waere. Damit wird das Handy hinter dem "Hasendraht-
zaun" mit Sicherheit um etliche Leistungsstufen hochgesteuert, wird
also nicht mehr nur mit 3 Milliwatt direkt am Kopf strahlen, sondern
wenigstens mit einigen Huntert Milliwatt senden.
Durch den "Hasendrahtzaun" setzt sich also Herr Schmitt beim Telefonieren
mit dem Handy deutlich hoeherer Strahlungsengergie direkt an seinem
Kopf aus.
Bringts das?
Was ist nun schaedlicher?
Die Dauerbestrahlung mit weniger als 4 Mikrowatt oder kurzzeitige
Bestrahlung mit 2 Watt fuer die Dauer von Telefongespraechen?
Ich sage, beides ist weit im sicheren Bereich!
Die Mobilfunkgegner befuerchten also uebertragen gesagt, nachts bei
Sternenlicht einen schweren Sonnenbrand zu bekommen. Aber bei Mondlicht
(dem Handy am Ohr) befuerchten sie keine Probleme.
Hier der Vergleich dazu: Sonnenlicht gehoert auch zu den elektromagnetischen
Wellen. Die Sonne strahlt an einem wolkenlosen Tag etwa 1,6 Kilowatt Leistung
pro Quadratmeter auf der Erdoberflaeche ein.
Das sind dann pro Quadratdezimeter immerhin noch 16 Watt. Ein
Quadratdezimeter bestrahlter Flaeche ist ein brauchbarer Vergleich, weil
das ganz grob auch mit der bestrahlten Kopfflaeche beim Handy hinkommt.
Diese 16 Watt empfinden wir eine gewisse Zeit lang als angenehm. Wenn wir
aber in den Schatten eines Hauses gehen, kann es leicht passieren, dass uns
bei etwas Luftzug schon wieder friert. Im Schatten aber werden wir
bestimmt keinen Sonnenbrand mehr bekommen. Und dennoch ist auch dort die
eingestrahlte Sonnenenergie bei Wellenlaengen unter einem Mikrometer
und der deshalb schon viel hoeheren Gefahrenklasse der Strahlung ungleich
gefaehrlicher als bei Funkwellen bei 900 MHz bei der gleichen Bestrahlungs-
leistung. Fuer Lichtstrahlen haben wir zudem hochempfindliche Sensoren:
Unsere Augen. Auch die Waerme koennen wir fuehlen.
Wenn ich jetzt aber eine Lupe nehme, und die Energie, die auf einen
Quadratdezimeter natuerlicherweise verteilt ist, auf einen
Quadratmillimeter buendele (dasselbe macht eine Richtantenne beim Funk), also
den "Empfangspegel" um 40 dB anhebe, so wird das Sonnenlicht z.B. Holz
verbrennen. 40 dB beschreiben ein Leistungsverhaeltnis von 1:10000. Zieht
aber auch nur eine Wolke vor die Sonne, wird das Brennglas kaum mehr eine
nennenswerte Erwaermung des im Brennpunkt befindlichen Holzes bewirken.
Was sagt uns das?
Das sagt uns, dass natuerliche Pegelaenderungen in der Helligkeit und
damit der Energiebestrahlung der Lebewesen von deutlich mehr als 40 dB
(im Normalfall ueber 100 dB) keine schaedlichen Auswirkungen zeigen, solange
eine gewisse Grenze nicht ueberschritten wird. Auch beim Schall - also
noch deutlich laengeren Schwingungen - verfuegt unser Ohr ueber einen
Regelbereich von ueber 100 dB.
Auf die Funkstrahlung bei 900 MHz bezogen bedeutet das, dass, weil dort
die Wellenlaenge im Vergleich zum Licht ja fast schon Gleichstrom ist, die
Amplituden der Schwingungen deutlich hoeher sein duerfen, um bei z.B.
an einer einen Mikrometer grossen Hautzelle dieselbe elektrische Wirkung
in deren Atomen (und damit die gleich starke Beeinflussung) erzielen zu
koennen, wie das bei einer Schwingung des Lichtes das der Fall ist.
Das Verhaeltnis der beiden miteinander verglichenen Wellenlaengen gibt uns
also eine Art "Gefahrenfaktor" an. Wenn ich vom Sonnenlicht auf die
D-Netz-Frequenzen rueckrechne, und bekannte Werte beim Sonnenlicht als
Bezug verwende, kann ich sicherlich ganz grob auf die etwa gleich
zu bewertenden Leistungen im 900 MHz-Bereich umrechnen.
Natuerlich muss auch beruecksichtigt werden, dass beim Menschen vermutlich
funktionell zusammenwirkende Zellen auch als Verbund insgesamt bestimmte
Groessen haben, und durch die Wellenlaengen der eingestrahlten Energie
immer dann ihre groesste (negative) Wirkung erzielen werden, wenn der
zeitliche Abstand zwischen positivem und negativem Maximum der
Wellenschwingung gerade so gross ist, dass er den aeusseren Abmessungen
eines Zellverbundes oder einer einzelnen Zelle oder einem einzelnen Organ
entspricht, das funktionell eine Einheit bildet. Das kommt in einer
Augenblicksbetrachtung dem Anlegen einer Spannung gleich, die natuerlich
entsprechende Reaktionen zur Folge hat - wenn die Signalwirkung dieser
Spannung schnell genug weitertransportiert wird (Skin-Effekt!) und nicht
nur an der aeusseren Wand reflektiert oder in Waerme umgewandelt wird.
Aus den Enden einer solchen "Funktionseinheit" werden die groessten
Spannungsdifferenzen beim Lamda-Halbe-Abstand einer ganz bestimmten Frequenz
erzielt, der der Groesse einer solchen biologischen Funktionseinheit
entspricht. Bei eben dieser Frequenz wird vermutlich die Stoerbeeinflussung der
Funktion einer Funktionseinheit am groessten sein. Und hier ist der Schluessel
fuer die maximal zulaessige Energieeinwirkung.
Wenn man nun die maximale Groesse (zum Zwecke der Festlegung sicherer und
sinnvoller Grenzwerte) der Energieeinwirkung bestimmen will, wo
gerade noch Stoerungen auftreten, reicht es (siehe Brennglas-Vergleich) dicke
aus, wenn man als Grenzwert fuer sicherheitsrelevante Belange 40 dB unter
eben dieser Leistung bleibt, bei der gerade die ersten Stoerungen sichtbar
werden. Darueber hinaus weitere Untertreibungen in Richtung groesserer
Sicherheitsabstaende zum Maximum hin (hoehere Pegelabsenkungen) bringen aber
gar keine groessere tatsaechliche Sicherheit mehr.
Dann muss man bei Wechselgroessen - Niederfrequenz und erst recht
Hochfrequenz sind solche - die zeitlichen Verzoegerungseffekte im Zellverbund
ermitteln und beruecksichtigen. Das beginnt schon beim Auftreffen der
Hochfrequenz-Strahlungsenergie bei 900 MHz auf den menschlichen Koerper.
Da - siehe oben - der Mensch weder von seinen Abmessungen, noch von der
Beschaffenheit seiner Oberflaeche auch nur annaehernd einen Dipol darstellen
koennte, der die angestrahlte Leistung ueberhaupt in der Lage waere,
aufzunehmen, wird der allergroesste Teil der Hochfrequenzenergie reflektiert.
Der restliche Teil wird aufgrund des Hauteffektes (Skin-Effekt) in
Waerme bereits an der Hautoberflaeche umgewandelt.
Da sich elektromagnetische Felder staendig in Fortpflanzungsrichtung im
elektrischen und magnetischen Feld abwechseln bzw. das eine ohne das andere
nicht in Fortpflanzungsrichtung mehr existieren kann, gibt es auch
kein magnetisches Feld im Inneren des Koerpers mehr, wenn zuvor die Energie
des elektrischen Feldes an der Hautoberflaeche reflektiert bzw. absorbiert
worden ist.
Daher sind saemtliche Forschungsergebnisse an offenen Zellkulturen, wo
eventuell Strangbrueche bei genetischen Informationen beobachtet wurden,
nicht unter den Energieeinwirkungen der von GSM-Sendeanlagen ausgesandten
Strahlung uebertragbar. Um innerhalb eines Menschen diese Effekte
erzielen zu koennen, muessen um viele Zehnerpotenzen hoehere Bestrahlungs-
energieen als sie auch nur 1 m vor einer GSM-Antenne festgestellt werden
koennen, vorhanden sein.
Fernsehsender beispielsweise strahlen schon mal um 4 Zehnerpotenzen hoehere
Leistungen als GSM-Sender ab. Seit ueber 30 Jahren und auf alle Faelle die
letzten 10 Jahre auch rund um die Uhr. Hier muessten sich schon lange
deutliche Erhoehungen von typischen Gesundheitsproblemen zeigen.
Und keine 50 m neben solchen starken Feldern arbeiten z.B. auf dem
Wendelstein in Oberbayern auch schon jahrzehntelang Menschen, die staendig
dieser Strahlung ausgesetzt sind. Auch hier sind keine abnormen
Gesundheitsbeeintraechtigungen auffaellig geworden.
Radaranlagen - der klassische Fall von gepulsten Sendeanlagen mit sehr hoher
Pulsenergie - wurden z.B. jahrzehntelange zu angrenzenden Wohngebieten
(wie beim Flughafen Muenchen-Riem) betrieben, ohne dass dort Gesundheits-
schaeden, die man auf Hochfrequenzstrahlung oder die Pulsfolgefrequenz
zurueckfuehren haette koennen, auftraten.
> Schmitt, der nach
>eigenen Angaben unter Herzattacken, Gelenkschmerzen und Allergien
>litt, glaubt an die Schutzwirkung seines Zauns. Egal, was andere
>sagten, er merke, dass es helfe, bestaetigt Schmitt und fuegt hinzu,
>er fuehle sich jetzt hervorragend.
Die Psyche des Menschen spielt da sicherlich eine ganz gewaltige Rolle,
weswegen ich solche Aussagen sofort nachvollziehen kann. Aber bei der
Grenzwertdiskussion bringt und das keinen Millimeter weiter, weil die
elektrischen Parameter hier absolut gar keine Rolle spielen. Ich wette,
wenn ich dem Mann jede Moeglichkeit nehme, anhand eines Handys oder anhand
Informationen von aussen feststellen zu koennen, wann der Handymast sendet
und wann nicht, dass absolut gar kein Zusammenhang mit seinen
gesundheitlichen Problemen auf die Hochfrequenzstrahlung abbildbar ist.
Hier waere mal eine Gegenprobe faellig. Ich habe schon von mehreren
Studien mit speziell als elektrosensibel ausgewiesenen Personen bezueglich
Hochfrequenzstrahlung gehoert, aber das Ergebnis war jedesmal, dass niemand
tatsaechlich nachweislich elektrosensibel war.
Im Ergebnis wollen die Basisstationsgegner alle die ohnehin schon zu weit
zur sicheren Seite hin uebertriebenen Grenzwerte noch weiter uebertreiben,
was keinerlei Sinn macht. Und dummerweise nehmen sie dort, wo als Folge
dieses Verhaltens als allererstes wirklich Probleme auftreten muessten, wenn
es denn ueberhaupt welche geben wird - naemlich beim Handy - auf
fast schon grob fahrlaessige Weise Beeintraechtigungen in Kauf.
Was soll das ?
>Die dafuer notwendige Baugenehmigung erhielt Schmitt nur, weil er
>den Zaun als Strahlenschutzgitter deklarierte. Ein normaler Zaun
>duerfe maximal 1,20 Meter hoch sein, so Schmitt. Die Idee fuer den
>Schutzzaun wurde in der Firma des Umweltanalytikers Dietrich Moldan
>in Iphofen entwickelt.
Da glaube ich, werde ich mal hinfahren, um mit meinem Handy den
Empfangspegel vor und hinter dem Zaun in bestimmten Abstaenden, wo sich
aufgrund von Reflektionen Spannungsadditionen ergeben, ermitteln.
Dann naemlich kann ich praxisnaeher rueckrechnen, um wieviel mal mehr
er die Leute hinter dem Zaun, die mit ihrem Handy telefonieren wollen,
belastet. Hmmmm, fuer 11m waere das ein guter Reflektor ... ;-)
Und hoffentlich leuchtet ihm kein anderer Sender von der Rueckseite her
an seinen "Hasendraht" ;-))
>In Hafenpreppach (Landkreis Hassberge) protestierten derweil etwa
>50 Einwohner und Mitglieder der Buergerinitiative "Gesuender leben
>in Hafenpreppach" mit einem Zeltlager gegen die Inbetriebnahme
>eines bereits gebauten Mobilfunkmastes. Der etwa acht Meter hohe
>Mast steht auf einem freien Feld etwa 100 Meter vom naechsten
>Haus und 400 Meter von der Ortsgrenze entfernt. Der zweite
>Buergermeister Steffen Vogel berichtet von wachsender Verunsicherung
>und der Furcht vor Gesundheitsrisiken unter den Anwohnern, sowie
>Existenzaengsten unter den Landwirten. Die Anfrage eines zweiten
>Mobilfunkbetreibers habe die Gemeinde mit einem Schreiben
>beantwortet, in dem man sich gegen jegliche Errichtung einer neuen
>Sendeanlage ausgesprochen habe, so Vogel.
Genau das wollten die Leute in Grosshoehenrain, Gemeinde
Feldkirchen-Westerham, Landkreis Rosenheim letztes Jahr auch erreichen.
Doch einem war diese ganze E-Smog-Diskussion vollkommen egal. Und der
kassiert jetzt die monatliche Miete und sorgt dafuer, dass die Handys
nicht bis zum Vollanschlag an ihre Sendeleistungsgrenze gehen muessen.
An die Basisstationsantennen kommt man nicht naeher als etwa 10 m ran.
Rechnerisch auch fuer Daueraufenthalte absolut unbedenklich.
Denn die Wirkung ist in etwa dieselbe, als wuerde ich mit einer alten
Bilux-Autolampe (alte VW-Kaefer-Scheinwerfer) jemandem in 10 Meter
Abstand damit anleuchten. Der wird auch niemals auch nur braun davon
werden, geschweige denn einen Sonnenbrand bekommen.
>Die Gefahr, die von Mobilfunkmasten ausgeht, ist nach einer
>Studie des Innenministeriums zufolge minimal. Bereits in einem
>Sicherheitsabstand von etwa drei Metern entspricht die Strahlung
>der Station etwa der eines Handys.
Im Abstand von 3 m in Hauptstrahlrichtung der Basisstationsantenne
betraegt die Funkfelddaempfung etwa 44 dB. Nun kommt es darauf an,
wie gross die zu versorgende Funkzellenflaeche ist. Irgendwo in der
Pampa, wo mit einer Funkzelle relativ grosse Flaechen versorgt werden
muessen, kann die Funkzelle mit der maximal erlaubten Strahlungsleistung
von knapp unter 100 Watt betrieben werden. Davon fuer 3 m Abstand
von den 50 dBm die 44 dB Daempfung runtergerechnet, ergibt 6 dBm, also
keine 4 Milliwatt. Die Strahlungsleistung eines Handys kann aber 2000
Milliwatt betragen. Daraus folgt, dass die Strahlungsleistung in nur
3 Metern vor der strahlenden Basisantenne gerade noch so gross ist,
wie beim Handy in der kleinstmoeglichen Sendeleistungsstufe.
Nun werden aber logischerweise Basisstaionen in Ortschaften gerade mit
einer so grossen maximalen Leistung betrieben, dass in der zu versorgenden
Flaeche eine gute Auslastung erzielt wird. In einem Sektor einer Antenne
koennen aufgrund des Zeitmultiplexverfahrens maximal 8 Gespraeche auf
einem Kanalpaar gefuehrt werden. Folglich sind die Netzbetreiber
bestrebt, immer nur so grosse Leistungen bei einer Basisstation zu fahren,
wie sie zur sicheren Versorgung gerade benoetigen. Andernfalls wuerden sie
sich selber in einem riesigen Gebiet diese Frequenzen fuer eine andere
Basisstation zumuellen. Daraus folgt, dass in Ballungsgebieten automatisch
mit viel kleineren maximalen Strahlungsleistungen als 100 Watt gefahren
wird. Gerade in Wohngebieten wird wahrscheinlich oftmals nicht mit mehr
als 1 Watt oder gar noch weniger gearbeitet werden. Eben je nach Anzahl
der Kunden/Flaeche. Da bei der maximal erlaubten Strahlungsleistung
schon ein dauerhafter Aufenthalt 3 Meter vor der in Hauptrichtung strahlenden
Antenne ungefaehrlich ist, koennen sicherheitsrelevante Bedenken in
Ballungsgebieten noch eher ausgeraeumt werden.
> Da die Strahlenbelastung mit
>dem Quadrat der Entfernung abnimmt,
Im Fernfeld stimmt das, im Nahfeld nimmt sie mit r^5 ab!
> ist die Belastung in 50 Meter
>Abstand zur Antenne bereits rund 250 mal geringer als bei
>einem Handytelefonat. (dpa) / (rop/c't)
Diese Vergleiche hinken immer etwas. Das Handy kann 2 Watt! Und davon muss
es auch Gebrauch machen, wenn die Funkfelddaempfung zwischen Basisstation
und Handy durch Bebauung schnell mal um 30 dB hoeher als bei direkter
Sichtverbindung zur Basisstationsantenne ist.
Der Belastungsunterschied ist naemlich dann schnell mal um den Faktor
250 000 geringer!
Fuer uns Funker stellt sich in zunehmenden Masse die Effekthascherei
der Elektrosmoggegner als Problem dar. Da werden von diesen Leuten, so
wie ich es in Grosshoehenrain erleben musste, die durch ionisierende
Strahlen (Roentgen, radioaktive Strahlen) belasteten Radarsoldaten der
Bundeswehr, von denen etliche unter den daraus resultierenden und schon
sehr lange bekannten Folgen - Krebs - leiden, dafuer missbraucht, um Gefahren
bei der Hochfrequenzstrahlung herbeizureden. Nun ist aber ionisierende
Strahlung wesentlich kurzwelliger noch als Lichtstrahlung und hat mit
Hochfrequenzstrahlung bei 900 MHz noch viel weniger gemeinsam, als
Lichtstrahlung. Die ionisierende Strahlung ist eben aufgrund ihrer
kurzen Wellenlaenge wesentlich "haerter" und energiereicher und in der
Lage, aus biologischen Zellen Elektronen aus den Atomen herauszuloesen
(sie zu ionisieren) und damit das elektrische Gleichgewicht und auch
die Funktion solcher Zellen zu veraendern bzw. zu zerstoeren. Wenn von
einem Organ eine gewisse Anzahl seiner Zellen zerstoert ist, wird es seinen
Dienst versagen. Deshalb hat ionisierende Strahlung quasi einen
"Speichereffekt" und die Strahlendosen summieren sich ueber die Zeit
auf.
Der falsche Bezug zu den durch ionisierende Strahlen geschaedigten
Radarsoldaten wird durch sich drehende Radarantennen durch die Reporter
gerne hergestellt, indem sie Bilder z.B. vom Flakpanzer Gepard zeigen
und dann irgendwann im Text die Bezeichnung "Mikrosievers", die die
radioaktive Strahlendosis benennt, vorkommt. Nur der Fachmann erkennt
dabei noch, dass die Bilder nicht zum Text passen. Im Flakpanzer Gepard
gibt es keine radioaktiv strahlenden Senderoehren durch die Verwendung
radioaktiver, aber vermutlich nicht vorschriftsmaessig gekennzeichneter
Bauteile - wie frueher bei den Radarsoldaten der viel aelteren
Radargeraetegenerationen es offensichtlich der Fall gewesen sein musste.
Denn das Thema Sicherheit wurde bei der Bundeswehr immer gross geschrieben!
Wenn aber ein Hersteller seine Senderoehren beispielsweise nicht
ordnungsgemaess bezueglich der verwendeten Materialien kennzeichnet und
deshalb die Radarsoldaten ohne Bleischuerze geschuetzt an radioaktiv
strahlenden Bauteilen laengere Zeit hantieren, weil sie gar nicht wussten,
dass die Dinger grundsaetzlich immer strahlten, auch wenn sie nur vor
ihnen im ausgebauten Zustand rumliegen, dann kommen da im Laufe der Zeit
schnell bedenkliche Strahlendosen zusammen. Mit den bekannten Auswirkungen.
Das war jetzt viel Kommentartext, von dem ich weiss, dass ihn sowieso
nur ernsthaft Interessierte an diesen Themen lesen. Wer kann hierzu
weitere Details beitragen, einige meiner Aussagen widerlegen oder auch
bestaetigen?
73 vom Franz
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